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Qualität und Kosten für Wurzelbehandlung / Keramik / Prophylaxe

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Qualität und Kosten für Wurzelbehandlung / Keramik / Prophylaxe

Wenn man die Behandlungskosten im Internet recherchiert, findet man zum Teil erhebliche Preisunterschiede.

 Qualität und Kosten -

zahnärztliche Behandlungen

und zahnärztliche Geräte

 

Leider werden heutzutage viele moderne Behandlungsmethoden nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Und auch die privaten Krankenversicherungen und die Beamten-Beihilfe wollen sparen.

Es wird sich deshalb nicht vermeiden lassen, dass ein Patient - je nach gewünschter Therapie - einen mehr oder weniger großen Teil der Behandlungskosten selbst tragen muss.

Gerade dann, wenn jahrelang oder vielleicht sogar jahrzehntelang keine ordentliche Behandlung stattgefunden hat, häuft sich die Zahl der behandlungsbedürftigen Zähne. Leider ist unser gesetzliches Gesundheitssystem auf solch umfangreiche Behandlungen nur unzureichend vorbereitet. Die Krankenkassen versprechen zwar viel. Aber wenn es dann tatsächlich darum geht, aus einem Zahn-Totalschaden wieder einen brauchbaren Zahn zu zaubern, versagen sie. Denn meistens können solche Zähne nur mit modernsten Behandlungsmethoden und in mühsamer Kleinarbeit wieder aufgebaut werden. Diese Methoden gehören aber nicht zu den normalen Kassenleistungen. In solchen Fällen können leicht Kosten von mehreren hundert Euro entstehen, um einen einzigen Zahn vor der Zange zu retten. Hier kann möglicherweise eine private Zahn-Zusatzversicherung nützlich sein. Natürlich gibt es dort auch eine Wartezeit, was allerdings kein Hinderungsgrund ist, da sich eine ordentliche Behandlung ohnehin über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen grundsätzlich nur das Notwendigste. Alles, was als "medizinisch nicht notwendig" erachtet wird, wird nicht bezahlt. Viele moderne und aufwändige Behandlungsmethoden gehören deshalb nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen: LASER, OZON, MIKROSKOP, KERAMIK, IMPLANTATE. Auch HYPNOSE, LACHGAS, PROPHYLAXE und MUNDGERUCHSBEHANDLUNG wird nicht bezahlt. Auch die privaten Krankenversicherungen bezahlen - je nach individuellem Vertrag - meist nur einen bestimmten Prozentsatz der Kosten für Inlays und Kronen.

Moderne Behandlungsmethoden sind also medizinisch möglich, werden aber oftmals nicht bezahlt. Alte Behandlungsmethoden dagegen werden zwar bezahlt, reichen heutzutage aber nicht mehr aus, um ein wirklich gutes Ergebnis zu erzielen. Deshalb ist es oftmals sinnvoll, die gesetzlichen Kassenleistungen mit privaten Leistungen zu kombinieren.

Wenn man die Behandlungskosten im Internet recherchiert, findet man zum Teil erhebliche Preisunterschiede, die sich durch unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen ergeben. Entscheidend ist aber letztendlich nicht der Preis, sondern die Sorgfalt der Arbeit. Es ist ja durchaus auch möglich, sich im Ausland behandeln zu lassen. Vielleicht ist dort die Qualität sogar vergleichbar. Aber was ist, wenn nicht...?

Zum Beispiel Prophylaxe:

Was nützt die billige Prophylaxe, wenn sie so gemacht wird, dass sie die Parodontitis nicht verhindert oder evtl. sogar beschleunigt? Dann spart man zwar anfangs 100,- € pro Sitzung, aber dafür zahlt man später den Preis für die Parodontitis-Behandlung...

Zum Beispiel Keramik:

Wie gut kann ein Keramik-Inlay kleben, wenn es innerhalb von 10 Minuten ohne Kofferdam in den Zahn eingesetzt wird? Wird es genauso gut kleben wie ein Keramik-Inlay, das eine ganze Stunde lang, mit Kofferdam und mit allen technischen Möglichkeiten zur Optimierung der Klebung eingeklebt wird? Die Zeit wird zeigen, welches der beiden Inlays länger dicht hält und den Zahn am längsten vor Karies schützt. Dafür kostet dann das eine vielleicht nur 200,- oder 300,- € und das andere vielleicht 800 oder 900,- €...

Zum Beispiel Wurzelbehandlung:

Kann eine Wurzelbehandlung ohne besondere technische Verfahren genauso gründlich sein wie eine Wurzelbehandlung mit 24-facher Vergrößerung unter dem Mikroskop mit Ozon, Laser, Kofferdam, Ultraschall und mindestens 60minütiger Desinfektion mit mehreren Spüllösungen? Eine Wurzelbehandlung kann 40,- € kosten oder 500,- oder auch 1000,- € und mehr. Welche der möglichen Behandlungen wird für einen Langzeiterfolg am besten sein...?

Es gibt heutzutage wesentlich mehr Behandlungsmethoden als noch vor 10 oder 20 Jahren. Die Möglichkeiten sind größer geworden, aber auch die Anforderungen an den Anwender und an das Material. Ein brauchbares Mikroskop (nicht die billigen Dinger, die vielleicht nur zur Schau rumstehen) kostet mindestens 20.000 € bis 40.000,- €. Der Preis für ein Ozon-Gerät liegt bei ca. 10.000,- €, für einen Laser liegt er bei ca. 8.000,- €.

Ständige Fortbildungen sind nötig, um auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. Ein Zertifizierungskurs, für den man 6 bis 8 Wochenenden an Freizeit opfern muss, kostet alles in allem rund 10.000,- €.

Eines ist sicher: Richtig gute Qualität gibt es nicht zum Schnäppchenpreis. Das heisst natürlich nicht, dass jede teure Therapie auf jeden Fall gut ist. Denn die Qualität ist vielfach auch vom Können des Anwenders abhängig. Aber eine billige Therapie kann auf jeden Fall nur mit billigen Materialien und mit wenig Zeitaufwand erfolgen, sonst ist sie für den Anwender auf Dauer nicht zu finanzieren.

Deshalb ist ein Patient heute mehr denn je gefordert, sich selbst zu informieren und für sich zu entscheiden, welche Maßnahmen und welche Kosten ihm seine Zähne wert sind.

 

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Letzte Änderung: 28.7.2017
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