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Parodontitis | Spezialisierter Zahnarzt Hannover | Parodontose | Parodontosebehandlung | Zahnfleischbehandlung

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Die Parodontitis (Parodontose) ist eine chronische Erkrankung des Zahnfleisches und des Kieferknochens

 

 

PARODONTITIS  (ZAHNFLEISCHBEHANDLUNG)

 

Die Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates, also des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen.

Ursache für die Parodontitis sind Bakterien, die eine Entzündungsreaktion des Körpers auslösen. Durch diese chronische Entzündung wird der Kieferknochen abgebaut. Das wiederum führt im fortgeschrittenen Stadium zum Zahnverlust.

Im Sprachgebrauch gibt es verschiedene Bezeichnungen für diese Krankheit. Eigentlich ist "Chronische Parodontitis" der korrekte medizinische Fachbegriff. Daneben findet man aber immer wieder auch andere Bezeichnung, die eigentlich alle dasselbe meinen: Parodontose, Paradentose, Zahnfleischschwund, Zahnfleischentzündung, Zahnfleischerkrankung...

 

Unterschied von "Gingivitis" und "Parodontitis"

Gingivitis = Entzündung des Zahnfleisches

Parodontitis = Entzündung des Zahnfleisches und Entzündung des Kieferknochens

Die Vorstufe der Parodontitis ist die "Gingivitis". Dies ist eine reine Zahnfleischentzündung, die den Kieferknochen noch unangetastet lässt.

Eine Gingivitis ist für den Patienten nicht immer leicht als solche zu erkennen. Eine erhöhte Neigung zu Zahnfleischbluten und eine etwas merkliche Schwellung des Zahnfleischs können dem Patienten Hinweise auf diese Erkrankung geben.

Wenn man genau hinschaut (und wenn man weiß, auf was man genau achten muss), kann man an den Zähnen einen weiß-gelblichen Belag sehen. Dieser Belag ist voller Bakterien. Wenn er nicht entfernt wird, kann sich aus der Gingivitis eine Parodontitis entwickeln. Dann ist nicht mehr nur allein das Zahnfleisch entzündet, sondern auch der Knochen.

Die Gingivitis ist reversibel, d.h. sie kann vollständig zum gesunden Zustand rückgängig gemacht werden. Allerdings nur, wenn man sie rechtzeitig behandelt. Und daran scheitert es leider bei vielen Patienten.

Die Parodontitis dagegen ist irreversibel, zu Deutsch: unumkehrbar! Was einmal kaputt ist, bleibt kaputt und kommt nie wieder zurück!

 

Woran erkennt man eine Parodontitis?

Äußere Anzeichen einer Parodontitis sind

- gelegentlich blutendes Zahnfleisch

- Änderung der Zahnstellung

- länger werdende oder gelockerte Zähne

- allmählich auftretende Zahnlücken

- sichtbar werdende Zahnverschiebungen

- gelegentlich Schmerzen

- oftmals ist eine Parodontitis mit Mundgeruch verbunden

 

Kann man das Fortschreiten einer Parodontitis stoppen?

Ja, durch die moderne Parodontitis-Therapie kann man das Fortschreiten einer Parodontitis stoppen. Wenn eine Parodontitis frühzeitig erkannt wird, sind die Aussichten auf „Heilung“ gut. Wobei Heilung allerdings nur bedeutet, dass man diese Erkrankung zum Stoppen bringen kann. Den ursprünglichen Zustand kann man leider nicht wiederherstellen.

Häufig wird die Parodontitis aber erst im Alter von 40 oder 50 Jahren entdeckt. Dann ist oftmals schon viel Substanz verloren gegangen. Der Aufwand, einen solchen Erkrankungszustand zum Stoppen zu bringen, ist dann wesentlich höher. Ebenso der Aufwand, um das erreichte Ergebnis für die nächsten Jahre stabil zu halten.
 

Kann man eine Parodontitis für immer ausheilen?

Nein, eine endgültige Ausheilung einer Parodontitis ist nicht möglich. Die Parodontitis ist eine lästige, aber meistens beherrschbare Krankheit. Es ist eine chronische bakterielle Infektionserkrankung. D.h. die Entzündungsbakterien vermehren sich immer wieder neu. Dies gilt auch für diejenigen Patienten, die während der Parodontitis­behandlung ein Antibiotikum eingenommen haben. Denn selbst das stärkste Antibiotikum kann die Bakterienzahl nur verringern, aber nicht völlig beseitigen. Dies ist eine Tatsache, die viele Patienten (und auch manche Zahnärzte) nicht glauben oder wahrhaben wollen. Sie meinen, wenn Sie einmal ein Antibiotikum geschluckt haben, dann ist die Parodontitis für alle Zeiten vorbei. Aber das stimmt leider nicht. Die Parodontitis ist eine Krankheit, die den Betroffenen ein Leben lang begleitet. Und nur wenn man ein Leben lang immer wieder regelmäßig die Bakterien beseitigt, wird man ein erfolgreiches und stabiles Ergebnis bekommen. Wenn man dagegen anfängt, die Sache „schleifen zu lassen“, wird man früher oder später unweigerlich die Folgen dieser Erkrankung zu spüren bekommen.

Oder anders gesagt:

Heutzutage kann man die Parodontitis und ihre Folgen stoppen - aber man muss es eben auch konsequent tun! Nur so kann man auf Dauer Erfolg haben. Deshalb müssen die nachwachsenden Parodontitis-Bakterien konsequent und regelmäßig intensiv beseitigt werden. Ansonsten kommt es unweigerlich zu einem Rückfall mit den entsprechenden Spätfolgen, nämlich Zahnverlust.

 

Wieso ist die Parodontitis immer noch die Volkskrankheit Nr.1 in Deutschland?

80 % aller Deutschen leiden unter einer Parodontitis. Für einen geübten Zahnarzt ist es kein Problem, mit wenigen Blicken zu erkennen, dass eine Zahnfleischentzündung vorliegt. Aber der Patient selbst merkt oftmals nicht, dass er unter einer solchen Entzündung leidet. Denn diese Krankheit verläuft schleichend über viele Jahre und Jahrzehnte. Nur selten gibt es Schmerzen. Deshalb wissen viele Patienten gar nicht, dass sie erkrankt sind. Andere Patienten wiederum hatten irgendwann einmal eine so genannte "Parodontose-Behandlung" und glauben fälschlicherweise, dass sie danach für alle Zeit geheilt sind. Der Grund für diese Unwissenheit und Fehlinformationen liegt darin, dass das Fachgebiet der Zahnfleischerkrankungen in der Zahnmedizin noch relativ neu ist. Erst allmählich gibt es immer mehr spezialisierte Zahnärzte, die auf diesem Fachgebiet besonders geschult und fortgebildet sind.

 

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PARODONTITIS-BEHANDLUNG IN UNSERER ZAHNARZTPRAXIS

 

 

 

Letzte Änderung: 28.7.2017
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