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Wurzelbehandlung mit Mikroskop | Spezialisierter Zahnarzt Hannover

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Wurzelbehandlung mit Mikroskop | Spezialisierter Zahnarzt Hannover

Die Wurzelbehandlung mit Mikroskop ist die beste Möglichkeit, um einen toten Zahn zu erhalten.

 

 

WURZELBEHANDLUNG:

 

 

Wann ist eine Wurzelbehandlung notwendig?

Eine Wurzelbehandlung ist notwendig, wenn der Nerv eines Zahnes abgestorben ist. Denn ein toter Zahn entzündet sich und vereitert. Durch die Wurzelbehandlung wird versucht, die Entzündung in den Wurzelkanälen zu beseitigen, um den Zahn zu erhalten. Wenn die Wurzelbehandlung erfolgreich ist, besteht die Möglichkeit, dass der Patient den Zahn über viele Jahre - oder sogar Jahrzehnte - noch im Mund behalten kann.

 

Wozu braucht man ein Mikroskop für eine Wurzelbehandlung? Früher ging das doch auch ohne... 

Das wichtigste Ziel einer Wurzelbehandlung ist die Beseitigung aller Bakterien. Dazu ist es notwendig, dass man wirklich alle vorhandenen Wurzelkanäle auffindet und säubert. Denn die Hauptursache für eine fehlgeschlagene Wurzelbehandlung ist das Zurückbleiben von Bakterien in den vielen kleinen Verästelungen der Wurzelkanäle. Mit dem bloßen Auge kann man aber nur die großen Kanäle erkennen. Oftmals gibt es allerdings noch zusätzliche, mikroskopisch kleine Wurzelkanäle, in denen sich die Bakterien einnisten. Diese kleinen Kanäle kann man nur mit einem Mikroskop sicher erkennen und behandeln. Denn nur dann, wenn man die Bakterien auch aus den kleinen Wurzelkanälen entfernt, kann die Wurzelbehandlung langfristig erfolgreich sein.

Ja, es stimmt, dass man eine Wurzelbehandlung auch ohne Mikroskop durchführen kann. Aber warum sollte man das tun, wenn die Behandlung mit dem Mikroskop so viel besser ist?

Fragen Sie mal Ihre Verwandten und Bekannten, ob bei denen schon jemals ein Zahn entfernt wurde, der eine Wurzelbehandlung gehabt hatte. Und wieviele von denen hatten eine Wurzelbehandlung mit Mikroskop? (Die Antwort lautet: Von diesen Zähnen hatte wahrscheinlich kein einziger eine Wurzelbehandlung mit Mikroskop!)

Oder anders gefragt: Wieso sollte ich ein Auto ohne Gurt, ohne Airbag und ohne ABS fahren, obwohl ich weiß, dass das Auto mit Gurt, mit Airbag und mit ABS viel sicherer ist?

 

Erfolgsquote mit Mikroskop - und ohne...

Früher lag die Erfolgsquote einer normalen Wurzelbehandlung bei etwa 35%. D.h., dass nur einer von drei Zähnen auf längere Sicht erhalten bleiben konnte. Oder anders gesagt: zwei von drei Zähnen mussten trotz Wurzelbehandlung gezogen werden. Die Hauptursache dafür liegt darin, dass nicht alle vorhandenen Wurzelkanäle aufgefunden wurden, oder sie wurden nicht ausreichend gesäubert und desinfiziert.

Bei einer Wurzelbehandlung mit Mikroskop ist je nach Zahn und Wurzelanzahl eine Erfolgsrate von bis zu 95% erreichbar. Deshalb sollte man zwangsläufig ein Mikroskop verwenden, um eine sichere und erfolgreiche Wurzelbehandlung durchführen zu können. Denn man kann nur das behandeln, was man sieht!

 

Wie ist der Ablauf einer Mikroskopischen Wurzelbehandlung?

Die mikroskopische Wurzelbehandlung gliedert sich in folgende Arbeitsschritte:

 

Betäubung des Zahnes

Es ist sehr wichtig, dass der Patient während der Wurzelbehandlung keine Schmerzen bekommt. Deshalb wird der Zahn zunächst vorsichtig betäubt. Damit ist sichergestellt, dass die Behandlung schmerzfrei ist. 

Das Wichtigste bei einer Betäubung sind zwei Dinge: 1. Die Betäubung selbst darf nicht schmerzhaft sein. 2. Die Betäubung muss sicher wirken.

Wir hören immer wieder von Patienten, dass bei ihnen die Betäubung nie richtig oder nur schlecht oder auch gar nicht wirken würde. Jedenfalls hätten sie das bisher immer so erlebt…

Dazu können wir nur sagen, dass es offensichtlich Unterschiede beim Setzen einer Betäubung geben muss. Wir haben nämlich von ganz anderen Erlebnissen zu berichten: Denn in unserer Praxis schlafen ständig Patienten während der Wurzelbehandlung ein. (Ja, das stimmt wirklich!) Und das muss ja einen Grund haben...

Eine gute und sichere Betäubung ist für alle Beteiligten wichtig: Denn SIE wollen angst- und schmerzfrei behandelt werden, und WIR wollen gerne in Ruhe gut arbeiten können. Dafür ist eine wirksame Betäubung die beste Methode 

 

Kofferdam

Damit wir bakterienfrei arbeiten können, müssen wir den Zahn mit einem Latexgummi ("Kofferdam") isolieren. Nur so ist gewährleistet, dass keine neuen Bakterien von außen eindringen können. Außerdem müssen wir die Wurzelkanäle während der mikroskopischen Wurzelbehandlung mit starken Desinfektionslösungen durchspülen, die nicht verschluckt werden dürfen. Der "Kofferdam" schließt den Zahn hermetisch ab und verhindert so, dass diese Spülungen in den Rachen gelangen können.

 

Lupenbrille und Mikroskop

Als weiteres ist der Einsatz einer Lupenbrille und eines Mikroskops unerlässlich, denn eine Wurzelbehandlung findet auf engstem Raum innerhalb des Zahnes statt. Dort ist das Sichtfeld stark eingeschränkt. Erst durch die Vergrößerung mit einer Lupenbrille und mit einem Mikroskop kann man die Wurzelkanäle auffinden und behandeln.

 

Aufbohren des Zahnes

Nachdem die äußeren Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird der Zahn vorsichtig geöffnet. Wenn der Zahn mit einer Krone versorgt ist, kann man möglicherweise durch die Krone hindurchbohren und so die Krone im Ganzen erhalten. Oftmals aber muss die alte Krone durch ein Langzeitprovisorium ersetzt werden, weil die alte Krone wegen Karies undicht ist. Keine Angst, so ein Langzeitprovisorium sieht aus wie ein echter Zahn und hält oftmals besser als die alte Krone.

 

Auffinden der Wurzelkanäle

Die Eingänge zu den einzelnen Wurzelkanälen sind unterschiedlich groß bzw. klein. Deshalb kann es möglicherweise sehr schwierig und sehr zeitaufwendig sein, die Kanaleingänge überhaupt zu finden. Aber nur dann, wenn man alle vorhandenen Wurzelkanälen auch wirklich auffindet, kann man diese auch erfolgreich behandeln.

Die Anzahl der Wurzelkanäle variiert je nach Zahn. Röntgenbilder geben uns Hinweise auf die Anzahl und den Verlauf der Kanäle. Die Frontzähne haben meistens 1 bis 2 Kanäle. In den Backenzähnen befinden sich zwischen 2 und 5 Kanäle.

 

Erweitern der Wurzelkanäle und Desinfektion

Als nächstes folgt die so genannte "Aufbereitung" der Wurzelkanäle: Die Kanäle werden bis zur Wurzelspitze gangbar gemacht, erweitert, gereinigt und desinfiziert. Da sich die Bakterien auch in den porösen Wänden der Wurzelkanäle befinden, müssen diese mit speziellen, erwärmten Desinfektionslösungen gespült werden. Mit dem Ultraschallgerät werden die Spülungen zusätzlich aktiviert. Diese Desinfektion dauert insgesamt rund eine Stunde (!).

 

Elektronische Längenbestimmung der Wurzelkanäle

Damit die Wurzelkanäle nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang aufbereitet werden, muss ihre Länge bestimmt werden. Ein „normaler“ Wurzelkanal ist zwischen 15 und 25mm lang. Die Längenbestimmung erfolgt mit einem elektronischen Längenmessgerät. Dieses bestimmt den elektrischen Widerstand im Wurzelkanal und zeigt genau an, wenn das Ende des Wurzelkanals erreicht ist. Das elektronische Längenmessgerät erspart uns viele, sonst nötige Röntgenbilder.

 

Reduktion der Bakterien im Wurzelkanal

Es gibt zur Zeit noch keine einzige Therapie, mit der man in einem einzigen Arbeitsgang alle Bakterien im Wurzelkanal zu 100% beseitigen könnte. Jedes Therapieverfahren lässt mehr oder weniger viele Bakterien zurück. Wenn man also nur ein einziges Therapieverfahren anwenden würde, würde das zwangsläufig zu häufigeren Misserfolgen bei der Wurzelbehandlung führen. Um die Erfolgsquote wesentlich zu erhöhen, muss man die verschiedenen Therapieverfahren miteinander kombinieren. Dadurch erreicht man dann einen sehr hohen Grad an Sterilität im Wurzelkanal und damit eine sehr hohe Erfolgsquote. 

 

Ozon-Therapie (HealOzone)

Die Wurzelkanäle werden unter Vakuum mit Ozon-Gas aufgefüllt. Ozon bekämpft Bakterien, Pilze und Viren.

 

Hochfrequenz-Therapie (ENDOX)

Die Wurzelkanäle werden für wenige Millisekunden unter eine Hochfrequenzspannung gesetzt. Der kurze Stromimpuls dringt bis in die verästelten Seitenkanäle der Zahnwurzel ein und bekämpft dort die versteckten Bakterien.

 

Laser-Therapie

Die Wurzelkanäle werden mit einem Diodenlaser bestrahlt. Das Laserlicht bekämpft Bakterien, Pilze und Viren.

 

PIPS®-Laser-Therapie

Der PIPS®-Laser wandelt seine Lichtenergie in kräftige Schallwellen um. Diese Schockwellen verursachen an den Kanalwänden eine leichte Vibration, wodurch die Desinfektionslösung in die Wände des Wurzelkanals gedrückt wird. Auch in bisher nicht zu reinigende kleine Seitenkanäle wird das Desinfektionsmittel mithilfe der Schockwellen gepresst. Dadurch kann das Desinfektionsmittel nun endlich auch die Bakterien in den engen Seitenkanälen entfernen.

 

Photodynamische Therapie mit Softlaser (aPDT, PDT)

Die Wurzelkanäle werden mit einem speziellen Farbstoff aufgefüllt. Dieser Farbstoff wird von allen Bakterien aufgenommen. Anschließend wird ein Softlaser eingebracht, der den Farbstoff aktiviert und dabei Sauerstoff freisetzt. Dadurch werden die Bakterien zerstört.

 

Medikamentöse Einlage

Die meisten Wurzelbehandlungen erstrecken sich über mehrere Termine. Am Ende der jeweiligen Behandlung wird ein antibakterielles Medikament in den Wurzelkanal eingebracht. Dies bewirkt eine weitere Langzeit-Tiefendesinfektion. Das Medikament verbleibt normalerweise für 1-2 Wochen, ehe die Behandlung fortgesetzt wird. 

 

Digitale Röntgenbilder

Trotz elektronischer Längenmessung kommen wir ohne das eine oder andere Röntgenbild nicht aus. Nur so können wir genaue Informationen über den Zustand der Wurzelkanäle erhalten. Da diese Röntgenbilder aber digital erstellt werden, ist die Strahlenbelastung nur noch ein Bruchteil dessen, was früher für ein analoges Röntgenbild nötig war.

 

Wurzelfüllung der Kanäle mit einer biokeramischen Füllung

Im letzten Schritt werden die gereinigten Wurzelkanäle möglichst vollständig, d.h. bis an die Wurzelspitze, dicht mit einem biokeramischen Füllungsmaterial und Guttapercha verschlossen. Dadurch wird eine erneute Besiedelung der Wurzelkanäle mit Bakterien verhindert. Ein solcher bakteriendichter Verschluss ist sehr schwierig, besonders wenn die Kanäle sehr lang und eng sind.

Nach Abschluss der mikroskopischen Wurzelbehandlung wird der Zahn mit einer Kunststoff-Füllung, Keramik-Teil-Krone oder Keramik-Stiftkrone versorgt.

 

Mikroskop
Mikroskop

Wie kann ich mir eine "Mikroskopische Wurzelbehandlung" vorstellen?

 

Muss ich da in ein Mikroskop hineinklettern?

 

Ein Mikroskop, das für eine Wurzelbehandlung verwendet wird, vergrößert um das 24-fache. D.h., aus einem Millimeter werden 24 Millimeter gemacht. Durch diese enorme Vergrößerung kann auch sehr kleine Wurzelkanäle im Zahn erkennen.

 

Zum Vergleich: Der Vergrößerungsfaktor eines kleinen Bastelmodellautos zum Original-Straßenauto beträgt nur das 18-fache. Das Mikroskop vergrößert also noch viel mehr.

 

Das Mikroskop steht neben dem Behandlungsstuhl. Der Zahnarzt schaut über die Optik des Mikroskops und über seinen Spiegel in den Zahn hinein.

 

 

 

 

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Letzte Änderung: 27.7.2017
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