implantologie, parodontologie, endodontie, angstpatienten und dentalphobie

Fragen & Antworten

weitere Artikel:
   

Implantate (allgemein)

Einsatzgebiete
Verträglichkeit  

Verträglichkeit

Verträglichkeit

Verträglichkeit
Haltbarkeit + Erfolgsquote  

Haltbarkeit + Erfolgsquote

Haltbarkeit + Erfolgsquote

Haltbarkeit + Erfolgsquote
Pflege  

Pflege

Pflege

Pflege
   

Risikofaktoren

Diagnostik
3-D Planungsverfahren / CT / DVT  

3-D Planungsverfahren / CT / DVT

3-D Planungsverfahren / CT/ DVT

3-D Planungsverfahren / CT
Eigenblut-Therapie / PRP  

Eigenblut-Therapie / PRP

Eigenblut-Therapie / PRP

Eigenblut-Therapie / PRP
Kieferhöhle / Sinuslift  

Kieferhöhle / Sinuslift

Kieferhöhle / Sinuslift

Kieferhöhle / Sinuslift
   

Übergangsimplantate

Provisorische Übergangsimplantate   Diese werden bei größeren Implantatarbeiten verwendet, um die Zeitspanne zwischen dem Einsetzen des Implantats und ...
   

Kosten

Kosten

Fragen & Antworten

Fragen & Antworten

 

Fragen & Antworten zu Implantaten

 

Was sind Zahnimplantate?
Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan, die in den Kiefer eingesetzt werden. Das verwendete Material Titan ist sehr gewebefreundlich und wird vom Körper reizlos aufgenommen. Das Zahnimplantat besteht aus zwei Teilen: dem eigentlichen Implantat, das im Knochen steckt, und der Krone, die auf das Implantat fest aufgeschraubt wird.

Halten meine Implantate ewig?
Eine lebenslange Garantie für Implantate wäre schön, aber die kann ehrlicherweise niemand geben. Implantate können zwar keine Karies bekommen, aber ansonsten sind sie genau denselben Risiken ausgesetzt wie Ihre eigenen Zähne. Bei ungünstiger Implantatpflege kann es durch Parodontose-Bakterien rasch zur Zahnfleischentzündung und zum Knochenverlust kommen. Deshalb ist eine perfekte Mundhygiene die wichtigste Voraussetzung für eine lange Lebensdauer.


Werden Implantate vom Körper abgestoßen?
Abstoßungsreaktionen sind bei Implantaten extrem selten. Das verwendete Titan ist äußerst biokompatibel und weltweit gut verträglich.


Aus welchem Material sind Implantate?
Alle heutzutage verwendeten Implantatsysteme sind normalerweise aus Reintitan. Dieses Material ist äußerst biokompatibel, löst im Normalfall keine Allergien aus und ist stabil genug, um die Kaukräfte auszuhalten.

 

Welches Implantatsystem ist das beste?
Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Alle großen Implantatsysteme sind ausgereift. Sie unterscheiden sich nur in bestimmten Details von einander. Jeder Hersteller hat sich den einen oder anderen Kniff patentieren lassen, so dass alle Implantatsysteme ihre kleinen Vorzüge haben. Deshalb gibt es auch kein System, das alle Vorteile auf einmal in sich vereinigt. Andererseits gibt es auch immer wieder unterschiedliche Knochensituation bei den verschiedenen Patienten, so dass im individuellen Einzelfall mal das eine und mal das andere System Vorteile bietet.


Muss ich jeden einzelnen fehlenden Zahn durch ein Implantat ersetzen lassen?

Nein, das muss nicht unbedingt sein. Man kann - wie bei den eigenen Zähnen - auch Implantate mit festen Brücken versorgen. D.h., man muss nicht jeden einzelnen Zahn durch ein Implantat ersetzen. Es kommt andererseits darauf an, wie belastbar der Knochen ist. Bei einem stabilen, harten Knochen benötigt man weniger Implantate, um die gleiche Versorgung zu schaffen als bei einem weichen Knochen. Und nicht zuletzt ist auch eine entscheidende Frage, wie fest die neuen Zähne insgesamt sein sollen. Bei einer Versorgung, die vollkommen fest im Mund verankert sein soll, benötigt man mehr Implantate als bei einer Versorgung, bei der z.B. eine vorhandene Prothese durch Implantate nur etwas stabilisiert werden soll.


Wie viele Zahnimplantate benötige ich für meine Prothese, um einen besseren Halt zu bekommen?
Im zahnlosen Kiefer sind mindestens zwei Implantate erforderlich, um überhaupt einen einigermaßen verbesserten Halt der Prothese zu erzielen. Das ist allerdings die absolute Minimallösung. Sie ist nicht unbedingt empfehlenswert ist, weil sie nur eine geringe Stabilität für die Prothese mit sich bringt. Sinnvoll ist die Versorgung mit vier Implantaten, weil dann eine ausreichende Stabilität erreicht wird. So gewinnen Sie wieder das sichere Gefühl, eine feste Prothese im Mund zu haben.

Für eine Versorgung, die ganz ohne Prothese auskommt, werden standardmäßig im Oberkiefer acht bis zehn Implantate und im Unterkiefer sechs bis acht Implantate empfohlen. Die genaue Anzahl richtet sich nach Ihrer persönlichen, individuellen Knochensituation.


Ich habe nur noch einen ganz flachen Kiefer. Kann man dort überhaupt noch Implantate einpflanzen?
Die Mindestmaße des vorhandenen Kiefers sollten 5mm in der Breite und 10mm in der Höhe betragen. Zur genauen Diagnose verwendet man große Röntgen-Kieferaufnahmen und das Computertomogramm (CT oder DVT). Zusätzlich kann man durch Abtasten des Kiefers Angaben über seine Höhe und Breite gewinnen.

Wenn die Knochenmenge nicht ausreicht, ist ein Aufbau des Knochens nötig. Dazu verwenden wir den Knochen, der während der Operation beim Bohren des Implantatbohrlochs frei wird. Zusätzlich können wir noch Knochen aus anderen Gebieten des Kiefers entnehmen und künstlichen Knochen verwenden.

Im Oberkiefer sorgt die Größe der Kieferhöhle u. U. für eine geringe Knochendicke. In einem solchen Fall hilft uns die Anhebung der Kieferhöhlenschleimhaut (Sinusbodenelevation) mit Vergrößerung des Knochenraumes weiter. Bei diesem so genannten "Sinuslift" wird der zusätzlich gewonnene Raum unter der angehobenen Schleimhaut mit Knochen aufgefüllt. Nach der Einheilphase (6 bis 9 Monate) werden die Implantate in den neu gewachsenen Knochen geschraubt.


Ist man arbeitsfähig nach einer Zahnimplantation?
Je nach Aufwand sind ein bis drei Tage Schonung nach der Zahnimplantation medizinisch sinnvoll.

 

Welche Beschwerden treten im allgemeinen nach einer Zahnimplantation auf?
Die heutigen Schmerztabletten wirken im allgemeinen so gut, dass Schmerzen an sich kein großes Problem darstellen.

Die Schwellung des umliegenden Gewebes ist eine normale Reaktion nach einem chirurgischen Eingriff. Sie ist übrigens am zweiten und dritten Tag am stärksten und geht dann langsam zurück. Durch ausreichende Kühlung durch den Patienten nach der Operation lässt sich das Ausmaß der Schwellung wesentlich verringern.

Außerdem kann es u. U. für einige Tage zu einem "blauen Fleck" im Wangenbereich kommen.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Einsetzen eines Zahnimplantats: Sofort nach der Entfernung eines Zahnes oder muss man erst die Abheilung abwarten?

Beides ist möglich. Es kommt immer auf den Einzelfall an, ob die eine oder andere Möglichkeit die bessere ist. Pauschal kann man sagen, dass eine vorhandene Entzündung nicht zwangsläufig abgeheilt sein muss, ehe man implantieren darf. Wenn aber Eiter vorhanden ist, sollte man immer erst eine Ausheilung der Wunde abwarten (mindestens 6 Wochen oder auch länger).
 

Ist bei mir eine Vor-Operation vor der eigentlichen Implantation nötig?
Ein Implantat kann nur dann gut einheilen, wenn es fest im Kieferknochen verankert ist. Und nur dann hat es eine lange Lebenserwartung. Wenn aber zu wenig Knochen vorhanden ist, muss der Knochen vorher aufgebaut werden. Es ist vom jeweiligen Einzelfall abhängig, ob der Knochenaufbau schon einige Monate vorher (in einer Vor-Operation) durchgeführt werden muss oder ob man den Knochenaufbau und die Implantation in derselben Sitzung vornehmen kann.

Im Bereich der Backenzähne des Oberkiefers sorgt die Größe der Kieferhöhle u. U. für eine geringe Knochendicke. In einem solchen Fall wird durch den "Sinuslift" die Kieferhöhlenschleimhaut abgehoben und der zusätzlich gewonnene Raum mit Knochen aufgefüllt. Je nach Dicke des vorhandenen Knochens kann man die Implantate in derselben Sitzung einsetzen oder man muss erst die Einheilphase des Knochens abwarten. Bei einer Mindestdicke des Knochens von ca. 10mm ist die gleichzeitige Implantation möglich. Bei einer geringeren Knochendicke ist es meistens sinnvoll, erst die Heilung des Knochens abzuwarten. Denn wenn man die Heilungskräfte des eigenen Körpers überfordert, führt das oftmals zu einem späteren Misserfolg.

Wenn nur wenig Knochen fehlt, kann man ebenfalls in derselben Sitzung die Implantation und den Knochenaufbau durchführen. Es kann z.B. sein., dass ein Teil des Implantats nicht vom Knochen bedeckt ist, während der andere Teil fest im Kiefer steckt. Dann kann man den freiliegenden Teil in der gleichen Operation mit Knochen abdecken.

Dazu verwendet man vorzugsweise eigenen Knochen. Dieser führt zu keiner Abwehrreaktion und fördert die Neubildung von Knochens besser als jeder künstliche Knochen. Den eigenen Knochen erhält man beim Bohren des Implantatbohrlochs oder aus anderen Arealen des Kiefers. Wenn der eigene Knochen nicht ausreicht, verwendet man ein Gemisch aus eigenem und künstlichen Knochen. Dabei werden dann häufig auch spezielle Membranen benutzt, die die Einheilung des Knochens fördern.


Wie lange muss ich warten, bis die endgültige Versorgung eingesetzt wird?

Entscheidend für die Einheilzeit sind die genauen Umstände bei der Zahnimplantation. Je fester das Implantat ist, umso früher kann es belastet werden. Normal sind etwa 4 Monate. Wenn aber erst umfangreich Knochen aufgebaut werden muss oder wenn die Kieferhöhle mit in die Operation einbezogen werden muss, dann kann die Einheilzeit 6 oder sogar 9 Monate betragen.

 

Wie oft muss ich operiert werden?
Das kommt auf den Einzelfall an. Je besser die Knochensituation ist, umso eher kommt man mit einem einzigen operativen Eingriff aus. Wenn die Schleimhaut oder der Knochen vorbereitet werden müssen, ist es oft sinnvoll, ein mehrzeitiges Verfahren mit mehreren kleineren Eingriffen anzuwenden. Dann kann man sicher sein, dass die eigentliche Implantation auch wirklich erfolgreich wird. Es hat noch nie genutzt, alles übers Knie zu brechen. Bitte bedenken Sie, dass Sie keine Maschine sind, der man einfach so alles zumuten kann. Ihr Körper braucht Zeit und Ruhe, um die Implantate gut einheilen zu lassen.

 

Wie oft muss ich zur Nachkontrolle kommen?

Im Anschluss an die Implantation erfolgt eine Kontrolle nach 2 Tagen (Wundkontrolle), nach 7 Tagen (Entfernung der Fäden), nach 3 Wochen (Verlauf der Heilung), danach ca. alle 6 Wochen.
Nach der prothetischen Versorgung erfolgt eine Kontrolle nach 2 Wochen, nach 1-2 Monaten, danach alle 3-4 Monate (Prophylaxe).

Ein wichtiger Punkt bei einer Implantation sind die regelmäßigen Nachuntersuchungen der Implantate. Der größte Feind der Implantate ist die Zahnfleischentzündung. Deshalb ist eine regelmäßige Prophylaxebehandlung unverzichtbar, damit aus einer kleinen Zahnfleischentzündung kein großer Knochenabbau werden kann. Der Reifeprozess der Parodontosebakterien dauert ca. 2-3 Monate. Dann sind sie ausgereift und können reichlich Schäden am Zahnfleisch anrichten. Deshalb ist eine Prophylaxebehandlung 3-4mal pro Jahr erforderlich, je nach individuellem Bakterienrisiko.


Bin ich schon zu alt für Implantate?
Eindeutig NEIN. Egal, wie alt Sie sind, niemand ist zu alt für eine Zahnimplantation. Wichtig ist die gesunde Knochenstruktur des Patienten. Wenn der Knochen und der Allgemeinzustand des Patienten gut sind, dann spielt das Alter des Patienten überhaupt keine Rolle für den Erfolg der Einheilung.

Es gibt allerdings eine Altersgrenze nach unten. Endgültige Zahnimplantate sollen erst nach dem vollständig abgeschlossenen Wachstum des Patienten eingesetzt werden. Das kann u. U. bis zum 21. Lebensjahr (bei jungen Männern sogar noch bis zum 24. Lebensjahr) dauern.


Sind Implantate auch bei Kindern / Jugendlichen möglich?
Die Verwendung von Implantaten ist bei Kindern und Jugendlichen ein Problem, weil das Kieferwachstum noch nicht abgeschlossen ist. Der Ersatz von stark zerstörten Zähnen durch Implantate wird deshalb der absolute Ausnahmefall sein, da der Knochen um ein Implantat nicht normal weiter wächst. Die Wachstumsphase ist bei Mädchen mit ca. 16 Jahren und bei Jungen mit ca. 18 Jahren abgeschlossen. Sie kann aber auch noch über das 20. Lebensjahr (bei jungen  Männern sogar noch bis zum 24. Lebensjahr) hinausgehen.

Im Rahmen einer umfangreichen kieferorthopädischen Behandlung können Implantate in den Gaumen oder hinter die Zahnreihe gesetzt werden, um eine aufwendige kieferorthopädische Apparatur zu ersetzen.

 

Osteoporose - ist das ein Risiko für Implantate?
Osteoporose ist kein generelles Ausschlusskriterium. Die Dichte des Skelettknochens lässt sich nämlich glücklicherweise nicht 1:1 auf den Kieferknochen übertragen. Dennoch ist das Risiko eines Implantatverlusts  insbesondere im Seitenzahnbereich des Oberkiefers höher als bei anderen Patienten. Deshalb sollte die Implantation noch etwas behutsamer vorgenommen werden. Im allgemeinen kann man sagen, dass sich Risikofaktoren verstärken. D.h., ein Osteoporose-Patient, der zusätzlich noch raucht, erhöht sein Risiko erheblich!


Wie gesund muss ich für Implantate sein?
Es gibt Erkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für eine Implantation bedeuten. Es ist immer sinnvoll, vor einer Implantation einen allgemeinen Gesundheitscheck durchführen zu lassen. Im Einzelfall erfolgt die genaue Risikoeinschätzung nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt. Als ungünstige Erkrankungen gelten: Blutkrebs, Krebs mit Bestrahlung des Kieferknochens, Autoimmunerkrankungen, stark ausgeprägter Diabetes (Zuckerkrankheit), schwere Herz- und Kreislauferkrankungen.

 

Was kosten Implantate?

Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung bekommen nur in äußerst seltenen Ausnahmefällen einen geringen Zuschuss zur Implantation bzw. zum Knochenaufbau. Sparen Sie lieber sich den Aufwand, Ihre Krankenkasse nach einem Zuschuss zu fragen. Denn zu den Ausnahmen gehören nur der angeborene Zahn-Kieferdefekt und der Zahnverlust bei Mundkrebsoperationen. Beides ist glücklicherweise ein eher seltenes Ereignis, was man niemandem wünschen möchte.

In der Vergangenheit haben Sie überhaupt keinen Zuschuss bekommen, wenn Sie sich Implantate einsetzen lassen haben. Durch die Einführung der Festzuschüsse hat sich die Situation geändert. Jetzt bekommen Sie einen Zuschuss für die anschließende Versorgung mit Kronen/Brücken/Prothese/etc. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach Ihrem persönlichen Zahnbefund. Das heißt, dass Ihnen die Krankenkasse mindestens so viel Geld dazu gibt, wie Sie sonst für eine billige Kunststoffprothese dazu bekommen würden.

 

Mitglieder einer privaten Krankenversicherung und Beihilfeberechtigte bekommen in der Regel einen Zuschuss sowohl zur Zahnimplantation inkl. Knochenaufbau und auch zur späteren Versorgung mit Kronen/Brücken/Prothesen/etc. Allerdings sollte man sich vorher über die genauen Bedingungen informieren, denn Versicherungen und Beihilfe wollen sparen. Deshalb schaffen sie sich ihre eigenen Regeln, die mit einer vernünftigen Zahnheilkunde nicht immer in Einklang zu bringen sind. Insofern bleibt auch für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte immer ein mehr oder weniger großer Eigenanteil übrig, den der Patient selbst bezahlen muss.

 

Im Prinzip kann man sagen, dass ein Zahnimplantat (= Implantat + dazugehörige Krone) "so um den Daumen herum" zwischen 1500,- und 3000,- Euro kostet. Hinzu kommen mögliche Kosten für den Knochenaufbau mit speziellen Knochenersatzmaterialien und evtl. die Kosten für eine Versorgung mit provisorischen Übergangsimplantaten.

 

Zum Schluss noch ein Hinweis:

In letzter Zeit hört man häufiger von Patienten, die zwar teure Implantate im Kiefer haben, aber trotzdem eine billige Kunststoffprothese tragen. Diese Patienten haben kein Geld mehr, um sich für die Implantate feste Kronen und Brücken anfertigen zu lassen. Deshalb tragen sie jahrelang billige Provisorien, mit denen sie kaum richtig essen können.

 

"Wie kann so etwas sein," fragt man sich da. Des Rätsels Lösung: Diese Patienten haben sozusagen "das Kleingedruckte" nicht gelesen. Der Zahnarzt ihnen hat viel über die Implantate und die spätere feste Versorgung erzählt. Aber er hat verschwiegen, dass in seinem Kostenplan die Kosten für die Kronen und Brücken gar nicht aufgeführt sind. So haben diese Patienten mehrere Tausend Euro für die Implantate bezahlt, ohne richtig zu wissen, dass sie nach der Implantation einen neuen Kostenplan für die Versorgung mit Kronen und Brücken bekommen. Denn diese sollten sie noch extra bezahlen! Dabei muss man wissen, dass die Material- und Laborkosten für Implantatkronen leicht in die Tausende gehen können.

 

Deshalb:

Lassen Sie sich von jemandem beraten, der sich mit der Gebührenordnung auskennt. Ein Auto ohne Motor ist auch nur die Hälfte wert! Es geht bei dieser Beratung gar nicht darum, welche Behandlungsschritte im einzelnen genau durchgeführt und abgerechnet werden. Da müssen eigentlich Ihrem Zahnarzt vertrauen, dass er nur das tut, was wirklich medizinisch notwendig ist. Das Thema "Abrechnung" ist eh' ein Kapitel für sich. Es geht vielmehr darum, dass sichergestellt ist, dass Sie für den angegebenen Preis auch wirklich die Implantate und die dazugehörigen Kronen/Brücken/Prothese/etc bekommen.

Die Beratungsstellen der gesetzlichen Krankenkassen sind normalerweise nicht der richtige Ansprechpartner für eine solche Beratung. Denn dort kennt man sich für gewöhnlich nur mit der Gebührenordnung für Kassenleistungen aus. Aber Implantate (und alle begleitenden medizinisachen Leistungen) sind gar keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse.

Die Zahnärztekammer Niedersachsen hat ein Beratungstelefon für Patienten. Dort bekommen Sie eine kompetente Antwort zu vielen Fachgebieten der Zahnmedzin.

 

Mitunter wird eine Implantatbehandlung von zwei verschiedenen Ärzten durchgeführt wird. Die Implantation erfolgt dann in der Regel durch einen Kieferchirurgen und die spätere Versorgung mit Kronen/Brücken/Prothese/etc erfolgt durch den Hauszahnarzt. In einem solchen Fall sollten Sie daran denken, dass jeder der Ärzte einen eigenen Kostenplan erstellt. D.h., erst wenn man beide Beträge zusammenzählt, erhält man die wahren Kosten für das Implantat!

 

Ein Kostenplan sollte folgende Kosten enthalten:

 

Kosten für die Implantation:

- Zahnarzthonorar für eine eventuelle Vor-Operation, für die eigentliche Implantation und die spätere Implantat-Freilegung

- Material- und Laborkosten für die Implantate und den Knochenaufbau

- evtl. Zahnarzthonorar für die Implantation von provisorischen Implantaten und deren Versorgung mit provisorischen Kronen/Brücken/Prothese/etc

- evtl. Material- und Laborkosten für die provisorischen Implantate und die provisorischen Kronen/Brücken/Prothese/etc

 

Kosten für die endgültige Versorgung mit Kronen/Brücken/Prothese/etc.:

- Zahnarzthonorar für die endgültige Versorgung mit Kronen/Brücken/Prothese/etc

- Material- und Laborkosten für die Kronen/Brücken/Prothese/etc

Letzte Änderung: 30.1.2019
Hildesheimer Strasse 35 | 30169 Hannover | Telefon: (0511) 28 333 28 | Telefax: (0511) 28 333 29 | Impressum