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Eigenen Mundgeruch erkennen Mundgeruch | Spezialisierter Zahnarzt | Hannover | Angstpatient | Schlechter Atem

Eigenen Mundgeruch erkennen Mundgeruch | Spezialisierter Zahnarzt | Hannover | Angstpatient | Schlechter Atem

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Mundgeruch zu erkennen. Aber nur wenige Methoden sind wirklich aussagekräftig

 

Wie erkennt man eigenen Mundgeruch?

 

Da jeder Mensch an seine eigenen Gerüche gewöhnt ist, kann man seinen eigenen Mundgeruch oftmals nicht selbst erkennen.

 

Als vollkommen ungeeignet für die Selbsterkennung gilt:

● das Deuten der Reaktion der Mitmenschen. Ein Sich-Abwenden oder das Bedecken der Nase wird oftmals falsch interpretiert.

 

Als unsichere Möglichkeiten bei der Selbsterkennung gelten:

● in die eigenen Hände hauchen

● an benutzter Zahnseide riechen

● an einem Finger riechen, mit dem man vorher über den hinteren Teil des Zungengrundes gerieben hat

 

Zuverlässiger ist die sogenannte "Airbag-Metode":

● in einen geruchslosen Kunststoffbeutel hinein atmen (Mindestgröße 7 Liter), Beutel gut verschließen, in einen frisch gelüfteten Raum gehen und den Beutel langsam vor der Nase ausdrücken

 

Das Befragen von Mitmenschen:

● Schwieriger ist es, eine Vertrauensperson zu befragen. Denn das Thema ist tabuisiert - und wer will schon gerne mit Mundgeruch angepustet werden?

 

 

Wann ist Mundgeruch nachweisbar?

 

Vor dem Beginn einer Behandlung muss zunächst geprüft werden, ob überhaupt Mundgeruch vorliegt. Das geschieht mit einem speziellen Atemluft-Analyse-Gerät. Je nach individuellem Einzelfall können die Luft aus dem Mund, aus der Nase und aus der Lunge untersucht werden.

 

In etwa jedem vierten Fall ergibt die Untersuchung einen negativen Befund des Betroffenen, also keinen Mundgeruch. Interessanterweise gibt es nämlich nicht wenige Patienten, die zwar fest davon überzeugt sind, dass sie unter Mundgeruch leiden, in Wirklichkeit aber keinen nachweisbaren Geruch haben. Diese Leidens­symptomatik nennt man "Pseudohalitosis". Patienten mit Pseudohalitosis lassen sich nach eingehender Untersuchung, Halitosis-Messung und Beratung davon überzeugen, dass tatsächlich keine Halitosis vorliegt.

 

Bei einem gewissen Prozentsatz von Betroffenen liegt eine so genannte "Halitophobie" vor. Diese Betroffenen lassen sich trotz eines negativen Befundes nicht davon überzeugen, dass sie gar keinen Mundgeruch haben. Auch eventuelle Nachfolgeuntersuchungen können sie nicht von dieser Meinung abbringen. Der Grund dafür liegt darin, dass leider unsere Geruchsnerven uns einen Streich spielen können: Negative Erinnerungen werden im Gehirn besonders intensiv gespeichert. Diese intensive Geruchserinnerung kann bei manchen Menschen dazu führen, dass sie frühere schlechte Erfahrungen mit Mundgeruch in ein extremes Angstgefühl umwandeln. Die Erinnerung im Geruchsgedächtnis an den längst vergangenen Zustand ist dann so massiv, dass die Betroffenen glauben, sie hätten immer noch Mundgeruch.

 

Man kennt dieses Phänomen der intensiven Geruchserinnerung auch von Brandopfern, die bei jedem Rauchgeruch sofort wieder in den Angstzustand verfallen, in dem sie sich befanden, als sie tatsächlich das Opfer eines Brandes waren.

 

 

Die Art des Mundgeruchs kann evtl. bei der Diagnose helfen

 

Es gibt einige typische Mundgeruchsveränderungen, die bestimmten Krankheiten zugeordnet werden können.

 

Wenn z.B. der Atem aus der Nase schlechter riecht als der Atem aus dem Mund, sind oftmals Nasenpolypen oder eine eitrige Nasennebenhöhlen-entzündung der Grund dafür. Bei Faulgerüchen aus dem Mund kann eine chronische Lungenentzündung oder eine Aussackung der Speiseröhre vorliegen. Riecht der Atem nach Aceton (wie beim Nagellackentferner), steckt kann das ein erstes Anzeichen für Diabetes (Zuckerkrankheit) sein. Ein säuerlich-fauliger Geruch ist ein Hinweis auf eine Magenerkrankung. Ein Geruch wie bei Urin lässt auf eine Nierenerkrankung schließen. Bei schweren Lebererkrankungen ähnelt der Mund­geruch dem Aroma von Leber. Bittermandel-Geruch lässt auf eine Vergiftung mit Blausäure oder Zyankali schließen. Und nicht zuletzt entwickeln Betroffene, die fasten oder eine strenge Diät halten, einen Mundgeruch, der süßlich nach Aceton riecht.

 

 

Dr. Frank Blecker ist Mitglied im "Arbeitskreis Halitosis" in der DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn-Mund-und-Kieferkrankheiten)

http://www.ak-halitosis.de/

http://www.ak-halitosis.de/ansprechpartner/ansprechpartner-plz-3000/

 

 

Letzte Änderung: 27.7.2017
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